Chronobiologie 02

Chronobiologie

Chronobiologie im Sport

Die Chronobiologie (altgriechisch:χρόνοςchrónos‚Zeit‘; βίοςbíos„Leben“ und λόγοςlógos„Lehre“) untersucht als ein Wissenschaftszweig der Biologie die zeitliche Organisation von physiologischen und biochemischen Prozessen und sich wiederholten Verhaltensmustern in Lebewesen. Die beobachtbaren, wiederkehrenden Ereignisse werden als biologische Rhythmenbezeichnet. Sie können mit verschiedener Periodendauer sich wiederholen und passen innerer Zustände an äußere Umstände, sowohl als Reaktion als auch in Vorausschau (Antizipation) an.

 

Biologischer Rythmus

Einer der wichtigsten biologischen Rhythmen ist der circadiane (lateinisch: circa„um …herum“, dies„Tag“) Rhythmus, der durch eine innere Uhr angetrieben wird und eine Phasenlänge von eben nur ungefähr 24 Stunden hat. Damit die Uhr exakt nach einem 24-stündigen Sonnentag wieder am Ausgangspunkt angekommen ist, muss sie durch äußere Einflüsse, durch sogenannte Zeitgeber, jeden Tag ein wenig verstellt werden. Wichtige Zeitgeber zur Verstellung der inneren Uhr sind (Sonnen-; Blau-) Licht und Temperatur. Wenn die Synchronisation der inneren Uhr durch Zeitgeber fehlt – beispielsweise unter konstanten Laborbedingungen, oder im hohen Norden mit ständiger Dunkelheit – schwingen viele natürliche Rhythmen unverändert und unvermindert weiter. Allerdings entspricht die Periodendauer (τ) dann nur noch ungefähr dem 24-stündigen Sonnentag (freilaufender Rhythmus).

 

Nobelpreis

Den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin bekamen 2017 Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young für ihre Entdeckungen der molekularen Mechanismen, die einer circadianen Rhythmik von Zellen zugrunde liegen. (angepasst und ergänzt aus WIKIPEDIA)

 

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